Was ist ein Auftragsvertrag (overeenkomst van opdracht) nach niederländischem Recht?
Niederländischer Begriff: Overeenkomst van opdracht | Rechtsgrundlage: §§ 7:400–7:413 BW
Ein Auftragsvertrag („overeenkomst van opdracht“) gemäß den Artikeln 7:400 bis 7:413 des Niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuchs ist ein Vertrag, in dessen Rahmen sich eine Partei (der Auftragnehmer, „opdrachtnemer“) verpflichtet, Arbeiten zu erbringen, die nicht im Rahmen eines Arbeitsvertrags oder eines Vertrags über die Herstellung einer Sache erfolgen. Er umfasst freiberufliche Dienstleistungen, Beratung, Management und ähnliche Aufträge.
Der Auftragnehmer hat die Leistung mit der Sorgfalt eines vernünftigen und fachkundigen Fachmanns zu erbringen (Artikel 7:401 BW). Der Auftraggeber kann den Auftrag jederzeit kündigen, ist jedoch unter Umständen zur Zahlung einer Vergütung für bereits erbrachte Leistungen und entstandene Kosten verpflichtet. Auch der Auftragnehmer kann den Auftrag kündigen, muss jedoch darauf achten, dass er dies nicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt tut.
Warum dies für internationale Unternehmen von Bedeutung ist
Für internationale Unternehmen, die niederländische Dienstleister beauftragen, ist der Mandatsvertrag die Standardvertragsform. Der Sorgfaltsmaßstab stellt eine grundlegende Qualitätsverpflichtung dar, die die vertraglichen Vorgaben ergänzt.
Verwandte Seiten: Leitfaden zum niederländischen Vertragsrecht, Leitfaden zum niederländischen Vertragsrecht, Glossar niederländischer Rechtsbegriffe.
Zuletzt überprüft: 17. April 2026 durch MAAK Advocaten N.V.