Was ist ein digitaler Produktpass nach EU-Recht?

Niederländischer Begriff: Digitaal productpaspoort | Rechtsgrundlage: Verordnung über die umweltgerechte Gestaltung nachhaltiger Produkte

Ein digitaler Produktpass (DPP) ist ein strukturierter Datensatz mit Produktinformationen, der ein Produkt während seines gesamten Lebenszyklus begleitet und über einen Datenträger (z. B. einen QR-Code) auf dem Produkt oder dessen Verpackung zugänglich ist. Der DPP wird im Rahmen der EU-Verordnung über die umweltgerechte Gestaltung nachhaltiger Produkte eingeführt und wird für eine wachsende Zahl von Produktkategorien vorgeschrieben sein.

Der Pass enthält Informationen zur Zusammensetzung, Herkunft, Reparierbarkeit, Recyclingfähigkeit, zum CO₂-Fußabdruck sowie zur Einhaltung geltender Vorschriften des Produkts. Er soll die Ziele der Kreislaufwirtschaft unterstützen, indem er Produktinformationen für Verbraucher, Reparaturbetriebe, Recyclingunternehmen und Aufsichtsbehörden zugänglich macht. Die konkreten Datenanforderungen werden für jede Produktkategorie durch delegierte Rechtsakte festgelegt.

Warum dies für internationale Unternehmen von Bedeutung ist

Für Hersteller, die Produkte auf dem EU-Markt in Verkehr bringen, stellt der DPP eine bedeutende neue Compliance-Verpflichtung dar, die eine Integration in bestehende Produktinformationsmanagementsysteme erfordert.

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Zuletzt überprüft: 17. April 2026 durch MAAK Advocaten N.V.

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