Franchisevertrag nach niederländischem Recht

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Was ist ein Franchisevertrag nach niederländischem Recht?

Niederländischer Begriff: Franchiseovereenkomst | Rechtsgrundlage: §§ 7:911–7:922 BW (Franchise-Gesetz)

Ein Franchisevertrag nach niederländischem Recht unterliegt dem Franchise-Gesetz (Artikel 7:911 bis 7:922 BW), das seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist. Das Gesetz schreibt vorvertragliche Informationspflichten, eine obligatorische vierwöchige Bedenkzeit vor Vertragsunterzeichnung, Treuepflichten während des Vertragsverhältnisses, Zustimmungserfordernisse bei wesentlichen Änderungen des Franchise-Konzepts sowie Beschränkungen für nachvertragliche Wettbewerbsverbote vor.

Das „Wet franchise“ gilt für jeden Franchisevertrag, bei dem der Franchisenehmer in den Niederlanden tätig ist, unabhängig von der Staatsangehörigkeit des Franchisegebers oder dem im Vertrag gewählten anwendbaren Recht (Artikel 7:922 BW). Dieser zwingende Anwendungsbereich bedeutet, dass ausländische Franchisegeber, die in den niederländischen Markt eintreten, ihre Standardvorlage anpassen müssen, um dem niederländischen Gesetz zu entsprechen.

Warum dies für internationale Unternehmen von Bedeutung ist

Für internationale Franchisegeber sind die vorvertragliche Informationspflicht und die vierwöchige Wartefrist die operativ bedeutendsten Änderungen, da sie den Zeitrahmen für die Einbindung verlängern und nicht aufgehoben werden können.

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Zuletzt überprüft: 17. April 2026 durch MAAK Advocaten N.V.

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