Was sind Incoterms und wie werden sie im niederländischen Handel angewendet?
Niederländischer Begriff: Incoterms | Rechtsgrundlage: ICC Incoterms 2020
Incoterms sind die Regeln der ICC (Internationale Handelskammer), die die Aufteilung von Lieferung, Risiko, Kosten und Zollverantwortung zwischen Verkäufer und Käufer in internationalen Handelsverträgen regeln. Die aktuelle Ausgabe ist „Incoterms 2020“ mit elf Klauseln, die von EXW (Ex Works, minimale Verantwortung des Verkäufers) bis DDP (Delivered Duty Paid, maximale Verantwortung des Verkäufers) reichen.
Incoterms regeln weder Zahlungsbedingungen noch den Eigentumsübergang oder Rechtsbehelfe bei Vertragsverletzungen. Sie müssen durch Verweis auf einen bestimmten Incoterm und einen namentlich genannten Ort in den Vertrag aufgenommen werden (z. B. „FCA Amsterdam Incoterms 2020“). Verträge, die sich allein auf einen Incoterm stützen, ohne den Rest des Vertrags entsprechend anzupassen, führen fast immer zu Streitigkeiten, da der Incoterm nicht alle geschäftlichen Fragen zwischen den Parteien regelt.
Warum dies für internationale Unternehmen von Bedeutung ist
Beim Handel über die Niederlande (Hafen von Rotterdam, Flughafen Schiphol) wirkt sich die Wahl des Incoterms unmittelbar darauf aus, welche Partei die Zoll- und Mehrwertsteuerpflichten trägt und wo der Gefahrenübergang erfolgt. Die richtige Wahl des Incoterms ist ein zentraler Bestandteil der Gestaltung internationaler Verträge.
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Zuletzt überprüft: 17. April 2026 durch MAAK Advocaten N.V.