Welche Verbraucherschutzvorschriften gelten für den Online-Handel in den Niederlanden?
Niederländischer Begriff: Consumentenbescherming online verkoop | Rechtsgrundlage: §§ 6:230g–6:230z BW
Online-Verkäufe an niederländische Verbraucher unterliegen den Bestimmungen zum Fernabsatz gemäß den Artikeln 6:230g bis 6:230z des Niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuchs (BW), mit denen die EU-Verbraucherrechte-Richtlinie (2011/83/EU) umgesetzt wird. Der Verkäufer muss umfassende vorvertragliche Informationen bereitstellen, darunter Angaben zur Identität, zu den Produkteigenschaften, zum Gesamtpreis, zu den Versandkosten, zum Widerrufsrecht sowie zu den Verfahren zur Bearbeitung von Reklamationen.
Der Verbraucher verfügt über ein 14-tägiges Widerrufsrecht (Bedenktijd) ab Erhalt der Ware, innerhalb dessen er das Produkt ohne Angabe von Gründen zurückgeben kann. Der Verkäufer muss alle Zahlungen, einschließlich der Standardversandkosten, innerhalb von 14 Tagen nach der Rücksendung erstatten. Das Widerrufsrecht gilt nicht für bestimmte Produktkategorien (personalisierte Waren, versiegelte Hygieneartikel, digitale Inhalte nach dem Herunterladen mit Zustimmung). Wird der Verbraucher nicht über das Widerrufsrecht informiert, verlängert sich die Widerrufsfrist auf 12 Monate.
Warum dies für internationale Unternehmen von Bedeutung ist
Für internationale Unternehmen, die online an niederländische Verbraucher verkaufen, ist die Einhaltung der Vorschriften für den Fernabsatz verpflichtend und wird von der ACM durchgesetzt. Bei B2B-Onlineverkäufen gelten die Verbraucherschutzvorschriften nicht, jedoch unterliegt die Transaktion weiterhin dem allgemeinen Vertragsrecht und dem wettbewerbsrechtlichen Recht.
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Zuletzt überprüft: 18. April 2026 durch MAAK Advocaten N.V.