Was ist ein Regressanspruch (regresvordering) nach niederländischem Recht?
Niederländischer Begriff: Regresvordering | Rechtsgrundlage: Artikel 6:10 BW
Ein Regressanspruch (regresvordering) gemäß Artikel 6:10 des Niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuchs ist das Recht eines gesamtschuldnerisch haftenden Schuldners, der mehr als seinen internen Anteil gezahlt hat, den Überschuss von den anderen Schuldnern zurückzufordern. Er entsteht automatisch, wenn einer von mehreren gesamtschuldnerisch haftenden Schuldnern die Forderung des Gläubigers ganz oder teilweise begleicht.
Die interne Aufteilung zwischen den Schuldnern richtet sich nach deren jeweiligen Anteilen, wie sie vertraglich vereinbart oder gesetzlich festgelegt sind. Liegt keine konkrete Aufteilung vor, teilen sich die Schuldner den Anteil zu gleichen Teilen. Der Regressanspruch umfasst Zinsen ab dem Zeitpunkt der Zahlung durch den zahlenden Schuldner.
Warum dies für internationale Unternehmen von Bedeutung ist
In Fällen der Lieferkettenhaftung und bei Gruppenbürgschaften bestimmt das Regressrecht, wer letztendlich die wirtschaftlichen Kosten einer Forderung trägt. Eine ordnungsgemäße vertragliche Aufteilung der internen Haftung ist von großer Bedeutung.
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Zuletzt überprüft: 17. April 2026 durch MAAK Advocaten N.V.