Was versteht man nach niederländischem Recht unter einem Unternehmensübergang (overgang van onderneming)?
Niederländischer Begriff: Overgang van onderneming | Rechtsgrundlage: §§ 7:662–7:666 BW
Ein Unternehmensübergang (overgang van onderneming) gemäß den Artikeln 7:662 bis 7:666 des Niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuchs (BW), mit dem die EU-Richtlinie 2001/23/EG umgesetzt wird, liegt vor, wenn eine wirtschaftliche Einheit ihre Identität behält und auf einen neuen Arbeitgeber übergeht. Dies hat zur Folge, dass alle Arbeitnehmer der übertragenen Einheit automatisch zu den bestehenden Arbeitsbedingungen auf den neuen Arbeitgeber übergehen.
Der Übergang gilt für Vermögensübertragungen und die Übertragung von Geschäftseinheiten, nicht jedoch für Anteilsübertragungen (bei denen sich die Arbeitgebergesellschaft selbst nicht ändert). Der Veräußerer und der Erwerber haften gemeinsam für vor dem Übergang entstandene Arbeitsverpflichtungen für einen Zeitraum von einem Jahr ab dem Datum des Übergangs. Eine Kündigung allein aufgrund des Übergangs ist untersagt.
Warum dies für internationale Unternehmen von Bedeutung ist
Für internationale Käufer, die niederländische Geschäftsbetriebe im Rahmen eines Asset-Deals erwerben, ist die automatische Übertragung der Arbeitnehmer eine der bedeutendsten rechtlichen Konsequenzen. Zu verstehen, welche Arbeitnehmer zu welchen Bedingungen übernommen werden, ist für die Strukturierung und Preisgestaltung der Transaktion von entscheidender Bedeutung.
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Zuletzt überprüft: 18. April 2026 durch MAAK Advocaten N.V.