Was ist ein Pfandrecht (Pandrecht) nach niederländischem Recht?
Niederländischer Begriff: Pandrecht | Rechtsgrundlage: §§ 3:227–3:259 BW
Ein Pfandrecht (Pandrecht) nach niederländischem Recht ist ein Sicherungsrecht an beweglichen Sachen oder Forderungen, das dem Pfandgläubiger (Pandhouder) im Falle eines Zahlungsausfalls des Schuldners ein Vorzugsrecht auf den verpfändeten Gegenstand einräumt. Pfandrechte sind in den Artikeln 3:227 bis 3:259 des Niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuchs geregelt.
Das niederländische Recht unterscheidet zwischen einem besitzbegleitenden Pfandrecht (vuistpand), bei dem der verpfändete Gegenstand physisch an den Pfandgläubiger übergeben wird, und einem besitzlosen Pfandrecht (stil pandrecht), das durch eine notarielle Urkunde oder eine registrierte privatrechtliche Urkunde ohne Besitzübergang begründet wird. Nichtbesitzpfandrechte an Forderungen werden häufig im Rahmen von Finanzierungsvereinbarungen genutzt. Der Pfandgläubiger hat im Insolvenzfall Vorrang vor ungesicherten Gläubigern.
Warum dies für internationale Unternehmen von Bedeutung ist
Bei der Lieferkettenfinanzierung und bei Kreditsicherungsvereinbarungen nach niederländischem Recht sind Pfandrechte an Forderungen und Lagerbeständen neben dem Eigentumsvorbehalt und Bankbürgschaften ein gängiges Instrument.
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Zuletzt überprüft: 17. April 2026 durch MAAK Advocaten N.V.