Widerklage nach niederländischem Recht

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Was ist eine Widerklage (eis in reconventie) nach niederländischem Recht?

Niederländischer Begriff: Eis in reconventie | Rechtsgrundlage: §§ 136–138 Rv

Eine Widerklage (eis in reconventie) gemäß den Artikeln 136 bis 138 der niederländischen Zivilprozessordnung ist eine Klage, die der Beklagte im Rahmen desselben Verfahrens gegen den Kläger erhebt. Die Widerklage muss in der Klageerwiderung (conclusie van antwoord) enthalten sein und wird zusammen mit der Hauptklage verhandelt.

Die Widerklage kann sich auf jede Angelegenheit zwischen denselben Parteien beziehen; sie muss nicht aus demselben Vertrag oder Rechtsverhältnis wie die Hauptklage hervorgehen. Das Gericht entscheidet sowohl über die Hauptklage als auch über die Widerklage in einem einzigen Urteil. Die Erhebung einer Widerklage kann strategisch von Vorteil sein, da sie den Kläger dazu zwingt, sich sowohl zu verteidigen als auch anzugreifen, und sie kann Möglichkeiten zur Aufrechnung schaffen.

Warum dies für internationale Unternehmen von Bedeutung ist

Für Beklagte, die mit einer Klage in den Niederlanden konfrontiert sind, stellt die Widerklage ein wichtiges taktisches Instrument dar. Wird sie nicht in die Klageerwiderung aufgenommen, muss sie separat eingereicht werden, was weniger effizient ist und verfahrensrechtlichen Einschränkungen unterliegen kann.

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Zuletzt überprüft: 17. April 2026 durch MAAK Advocaten N.V.

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